Eltern

 

Die Anforderungen an Betreuung und Erziehung von Kindern sind vor dem Hintergrund komplexer gewordener gesellschaftlicher und familiärer Strukturen eine enorme Herausforderung für alle Eltern. Eltern sind zunehmend verunsichert in ihrer Rolle und Erziehungsaufgabe unabhängig davon, ob sie  biografisch vorbelastet sind oder nicht. Grenzen und Freiräume der Kinder müssen ausgelotet werden, Bildungsherausforderungen wachsen, der Umgang mit Medien birgt Chancen und Risiken, Über- und Unterforderung, Überbehütung und Verwahrlosung, steigende materielle  Ansprüche  der Kinder, Patchworkfamilien  seien hier nur  als einige wenige Stichworte benannt.
Eltern mit Suchtproblemen sind oft besonders verunsichert. Die Auswirkungen von Suchtproblemen Erwachsener auf ihre Kinder sind mannigfaltig, werden jedoch von betroffenen Müttern und Vätern aus Scham nicht selten verleugnet oder aber auch dramatisiert. Vor dem Hintergrund eigener (früher) biografischer Mangelerfahrungen gibt es für eine gelungene Beziehungs- und Erziehungsgestaltung nicht immer gute Vorbilder. So fehlt es oft an Rollensicherheit und –klarheit als Eltern sowie vielleicht auch an Mut, sich vor dem Hintergrund etwaiger Schuldgefühle und suchtbedingter „Ausfälle“ den Fragen zur Elternschaft zu stellen.
Der Kreuzbund möchte dazu anregen, sich mit dem Thema „Elternschaft“ auseinanderzusetzen:

  • Anregungen, Austausch und Unterstützung bei der Bewältigung von Erziehungsaufgaben
  • Auseinandersetzung mit der eigenen Kindheit
  • Auseinandersetzung mit Schuldgefühlen als Mutter / als Vater
  • Förderung von Gesprächskompetenzen
  • Entlastung Alleinerziehender durch Schaffung unterstützender Netzwerke
  • Anregung von Familienfreizeiten mit dem Ziel der Entlastung, Stärkung und Normalisierung der Beziehungen zwischen Eltern und ihren Kindern
  • Seminare zum Thema „Erziehung und Elternschaft“
  • Bewusste Auseinandersetzung mit eigenen Lebens- und Sinnfragen sowie der persönlichen Bedürfnisbefriedigung
  • Zusammenarbeit mit Institutionen der Jugendhilfe z.B. Erziehungsberatungsstellen u.a.

Es gibt keinen grundsätzlichen Unterschied zwischen „normalen“ und belasteten Familien in der Frage, was nötig ist, damit Kinder gut  ins Leben kommen. Belastete Familien benötigen jedoch mehr Ermutigung, über dieses Thema ins Gespräch  zu kommen. Aufgabe der Suchtselbsthilfe des Kreuzbundes ist es nicht, Kinder  als  eigene Zielgruppe für Ihr Engagement zu entdecken, sondern Eltern in ihrer Rolle als Mutter und Vater sowie als Lebensgemeinschaft zu stärken. Last but not least wünschen sich auch die Kinder selbstbewusste, verlässliche und starke Eltern!
Wir wollen bei unseren Veranstaltungen den betroffenen Eltern (Familien) Hilfestellung und Anregungen geben:

  • wie wieder Vertrauen entsteht
  • was Offenheit bewirken kann
  • wie lustig es miteinander sein kann
  • welche Rollen wir spielen
  • wie wichtig wir füreinander sind
  • wie gut Unterstützung tut.

Dazu bieten wir neben unserer Gruppenarbeit für Betroffene, Angehörige und Frauen zusätzlich derzeit 2 Veranstaltungen pro Jahr an:

  • 1 Familienwochenende
  • 1 Familienseminar

http://www.elternundsucht.ch

 

Ansprechpartnerin im DV München und Freising:
Sonja Egger
Tel. 0 80 31/908 91 23
E-Mail: s.egger@egger-kaiser.de

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